Die heutige Bezeichnung Podlesí erhielt die Gemeinde 1949 statt des ursprünglichen Krumperky (dt. Grumberg) dank seiner Lage im weiträumigen Massiv des Hrubý Les (Rauer Wald?). Obwohl es in der Vergangenheit dicht besiedelt war, kam es 1980 verwaltungsmäßig zu Klein-Mohrau.
Die Gemeinde ist durch die Straße erreichbar, die im Süden in die Verbindungsstraße nach Hannsdorf abbiegt und führt entlang eines Baches, der in die March mündet. Die Gemeinde ist zwischen der Straße und dem Bach auf 620 m Seehöhe gelegen. Im südlichen Teil des Katasters reicht sie bis zum Berg Pohorelec (851 m). Unter seinem Gipfel wurde 1932 die Nordmährerbaude erbaut. 1962 brannte sie bis auf die Grundmauern ab und an ihrer Stelle wurde ein Erholungszentrum gebaut, das vor allem Wintersportlern diente. Von der Grumberger Straße biegt ein Weg nach Krummwasser ab.
Grumberg wurde 1598 als neue Siedlung auf dem Herrschaftsgebiet von Eisenberg von Bernhard von Zerotin gegründet. 1612 wurde es zum Städtchen erhoben und einer Reihe wirtschaftlicher und politischer Rechte ausgestattet. Der Name der neuen Siedlung wurde von dem deutschen Krumberg (krummer Berg) abgeleitet.
Zu der Zeit wurde auch die Nachbargemeinde Krummwasser gegründet und erhielt den Namen wegen der Form des Baches an dem sie angelegt wurde (Krummbach). Schon im 17.Jh. wurde auch die deutsche Bezeichnung Krummwasser verwendet.
Schon in der 1. Hälfte des 17. Jh. gab es in Grumberg 38 Siedler und bis 1677 erhöhte sich ihre Zahl auf 59. Im Jahr 1683 errichtete man statt des hölzernen, protestantischen Gebetshauses die Pfarrkirche “Hl.Maria Magdalena”. Damals gab es im Städtchen auch eine Schule. Im 18. Jh. war eine Mühle in Betrieb; es gab eine Brettsäge und eine Ölmühle. Bis 1834 erhöhte sich die Zahl der Häuser auf 137 und die Zahl der Bewohner auf 1037.
Nach dem Ende der Patrimonialordnung wurde das Städtchen politisch und hinsichtlich der Gerichtsbarkeit Mähr.-Schönberg zugeordnet. Trotz der erfreulichen Entwicklung blieb das Städtchen eine ländliche Siedlung. Handwerkliches Gewerbe als Grundlage weiteren Wohlstandes entstand hier allerdings nicht. Die Grumberger beschränkten sich auf Hausiererei mit Baumwoll- und Leinwandware, die in der Eisenberger Herrschaft produziert wurden, auf den Verkauf von Faden und Bändern. Ab der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde die gewerbsmäßige Herstellung von Zwirnknöpfen eingeführt.
Mit dem Weggang der deutschen Bevölkerung im Jahre 1945 kam es in dem Städtchen zur Stagnation und offensichtlichem Niedergang. Auf den Feldern Grumbergs begann 1949 das Staatsgut Hannsdorf zu wirtschaften. Der Mangel an Arbeitsgelegenheiten führte schrittweise zum Weggang der Bewohner und die Gemeinde wurde zu einem Ortsteil von Klein-Mohrau degradiert. Den Bürgern steht eine einzige Verkaufsstelle für Gemischtwaren zur Verfügung und zur Erinnerung an die einstige Bedeutung bleibt noch die Eisenbahnstation Podlesí, die jedoch ins Kataster von Hohenfluß umgeschrieben wurde.
Zu den geschützten Denkmälern gehört neben der Barockkirche “Hl.Maria Magdalena” die spätbarocke Pestsäule mit der Statue der Muttergottes aus dem Jahre 1736.